Du fragst dich, welches Hühnerfutter du füttern solltest, um die maximale Legeleistung deiner Hennen zu erzielen? Dieser Ratgeber richtet sich an Geflügelhalter, die ihre Legehennen optimal versorgen möchten und Wert auf eine gesunde Ernährung für hohe Eierproduktion legen.
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zum Angebot »Die Grundlagen der Legehennenfütterung für optimale Leistung
Die Legeleistung deiner Hennen hängt maßgeblich von der richtigen Fütterung ab. Eine ausgewogene Ernährung liefert alle Nährstoffe, die für die Eibildung und den Erhalt der Körperfunktionen notwendig sind. Dabei spielen Proteine, Energie, Vitamine und Mineralstoffe eine entscheidende Rolle. Als Geflügelhalter ist es wichtig zu verstehen, dass das Futter nicht nur sättigen soll, sondern eine gezielte Nährstoffzufuhr gewährleisten muss.
Proteine: Bausteine für Eier und Körper
Proteine sind essentiell für die Produktion von Eiklar und Eidotter. Hennen benötigen in der Legeperiode eine höhere Proteinzufuhr als Junghennen oder Hähne. Hochwertige Proteinquellen im Hühnerfutter sind zum Beispiel:
- Sojamehl: Eine der gängigsten und effektivsten Proteinquellen, die leicht verdaulich ist und ein breites Aminosäureprofil aufweist.
- Fischmehl: Bietet ebenfalls hochwertige Proteine und zusätzlich wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Die Qualität kann jedoch stark variieren.
- Erbsen und Bohnen: Leguminosen können als pflanzliche Proteinquelle dienen, sind aber oft proteinärmer als Soja und können schwerer verdaulich sein.
- Synthetische Aminosäuren: In modernen Legemehlen werden oft spezifische Aminosäuren wie Lysin und Methionin ergänzt, um das Aminosäureprofil zu optimieren und den Bedarf präzise zu decken.
Der Rohproteingehalt im Futter für Legehennen sollte idealerweise zwischen 16% und 18% liegen. Ein Mangel an essentiellen Aminosäuren kann zu geringerer Eiqualität und reduzierter Legeleistung führen.
Energie: Der Treibstoff für die Eierproduktion
Die Energie für die Eibildung und die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen kommt hauptsächlich aus Kohlenhydraten und Fetten. Eine ausreichende Energieversorgung ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Henne ihre Ressourcen für die Eierproduktion nutzen kann, anstatt sie zur Energiegewinnung für andere Körperfunktionen aufzubrauchen.
- Getreide (Mais, Weizen, Gerste): Bilden die Hauptenergiequelle in vielen Hühnerfuttermischungen. Mais liefert besonders viel Energie und Carotinoide, die für die Dotterfarbe wichtig sind.
- Fette und Öle: Können den Energiegehalt des Futters erhöhen und sind wichtig für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine.
Der Energiegehalt im Futter wird oft als umsetzbare Energie (UE) angegeben und sollte für Legehennen im Bereich von etwa 2750 bis 2850 kcal/kg liegen. Zu wenig Energie führt zu Gewichtsverlust und verminderter Legeleistung, während zu viel Energie zu Mast und Hitzestau führen kann.
Mineralstoffe und Spurenelemente: Das Fundament stabiler Eier
Eine stabile und gut ausgebildete Eierschale ist unerlässlich. Hierfür sind insbesondere Kalzium und Phosphor in ausreichender Menge notwendig. Aber auch Spurenelemente spielen eine wichtige Rolle für den Stoffwechsel und die Gesundheit.
- Kalzium: Der wichtigste Mineralstoff für die Eierschalenbildung. Ein Hahn benötigt etwa 4 Gramm Kalzium pro Tag, während eine legefreudige Henne bis zu 5-6 Gramm benötigt. Hochwertige Kalziumquellen sind gemahlener Muschelkalk oder Austernschalen. Das Kalzium muss leicht verfügbar sein, daher ist die Partikelgröße des Kalziumzusatzes wichtig.
- Phosphor: Ist ebenfalls wichtig für den Knochenstoffwechsel und die Eibildung, sollte aber im richtigen Verhältnis zu Kalzium stehen. Ein Kalzium-Phosphor-Verhältnis von etwa 5:1 bis 7:1 ist optimal.
- Natriumchlorid (Salz): Ist ein wichtiger Elektrolyt, der den Flüssigkeitshaushalt und die Nervenfunktion reguliert.
- Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Mangan, Zink, Selen, Jod): Auch wenn sie nur in winzigen Mengen benötigt werden, sind sie für verschiedene Stoffwechselprozesse, die Immunfunktion und die Fruchtbarkeit unerlässlich.
Moderne Legemehle sind oft mit einem präzisen Mineralstoffgemisch angereichert, um den Bedarf der Tiere zu decken.
Vitamine: Essentiell für Stoffwechsel und Gesundheit
Vitamine sind lebensnotwendige organische Verbindungen, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die in kleinen Mengen für zahlreiche Stoffwechselvorgänge benötigt werden. Für Legehennen sind insbesondere fettlösliche Vitamine wie A, D3 und E sowie wasserlösliche Vitamine wie B-Vitamine von großer Bedeutung.
- Vitamin A: Wichtig für das Sehvermögen, das Wachstum und die Funktion von Schleimhäuten.
- Vitamin D3: Entscheidend für die Kalzium- und Phosphorverwertung und somit für die Knochengesundheit und Eierschalenbildung.
- Vitamin E: Wirkt als Antioxidans und spielt eine Rolle für das Immunsystem und die Fruchtbarkeit.
- B-Vitamine (z.B. B12, Biotin, Folsäure): Beteiligt an vielen Stoffwechselprozessen, insbesondere dem Energiestoffwechsel und der Zellteilung.
Eine ausgewogene Futterzusammenstellung gewährleistet eine ausreichende Versorgung mit allen notwendigen Vitaminen. Bei längerem Verzicht auf Supplementierung oder bei Stresssituationen kann eine zusätzliche Vitaminzugabe sinnvoll sein.
Die Rolle von Zusatzstoffen im Hühnerfutter
Neben den Hauptnährstoffen können gezielte Zusatzstoffe die Legeleistung und die Gesundheit deiner Hennen weiter fördern:
- Aminosäuren: Wie bereits erwähnt, sind Lysin und Methionin entscheidend. Oft werden diese synthetisch zugesetzt, um den Bedarf präzise zu decken und Überfütterung anderer Aminosäuren zu vermeiden.
- Enzyme: Können die Verdaulichkeit von Nährstoffen verbessern, insbesondere von komplexen Kohlenhydraten in Getreide. Dies führt zu einer besseren Nährstoffaufnahme und geringeren Ausscheidungen.
- Probiotika und Präbiotika: Unterstützen eine gesunde Darmflora, was die Immunabwehr stärkt und die Nährstoffaufnahme verbessert.
- Antioxidantien: Helfen, Zellschäden durch freie Radikale zu reduzieren und können die Legeleistung unter Stressbedingungen positiv beeinflussen.
- Farbstoffe (Carotinoide): Werden oft zugesetzt, um die Dotterfarbe zu intensivieren. Dies sind oft natürliche Extrakte aus Pflanzen.
Verschiedene Futterarten für Legehennen: Vor- und Nachteile
Es gibt verschiedene Futterformen, die für Legehennen geeignet sind. Die Wahl hängt von deinen Präferenzen, der Haltungsform und dem Alter der Tiere ab.
Alleinfutter (Legemehl oder Pellets)
Vorteile:
- Enthält alle notwendigen Nährstoffe in ausgewogener Zusammensetzung.
- Bequem in der Anwendung, da keine zusätzliche Fütterung von Ergänzungsmitteln nötig ist.
- Pellets verhindern selektives Picken und stellen sicher, dass jedes Tier alle Nährstoffe aufnimmt.
Nachteile:
- Kann teurer sein als selbstgemischtes Futter.
- Weniger Abwechslung für die Tiere.
Körnerfutter (Mischungen)
Vorteile:
- Bietet den Hennen Beschäftigung und fördert das natürliche Pickverhalten.
- Oft günstiger in der Anschaffung.
Nachteile:
- Benötigt zwingend eine Ergänzung mit einem Legemehl oder Mineralstoffzusatz, um den Nährstoffbedarf zu decken.
- Hennen können selektiv fressen, was zu Nährstoffungleichgewichten führen kann.
Selbstgemischtes Futter
Vorteile:
- Volle Kontrolle über die Zutaten und Nährstoffe.
- Kann kostengünstiger sein, wenn man Zugang zu günstigen Rohstoffen hat.
- Ermöglicht individuelle Anpassungen.
Nachteile:
- Erfordert fundiertes Wissen über die Nährstoffbedürfnisse von Legehennen.
- Hoher Aufwand für Berechnung, Einkauf und Mischung.
- Risiko von Nährstoffmängeln oder -überschüssen bei falscher Zusammensetzung.
Was du zusätzlich füttern kannst: Ergänzungsfutter
Zusätzlich zum Hauptfutter kannst du deinen Legehennen verschiedene Leckereien anbieten, die aber immer nur einen geringen Anteil der Gesamtration ausmachen sollten, um die ausgewogene Nährstoffaufnahme nicht zu gefährden:
- Grünfutter: Gekochte Kartoffeln, Karotten, Äpfel, Reste von Obst und Gemüse (ungesalzen, ungesüßt, keine Avocado, keine Zwiebelschalen). Achte darauf, keine giftigen Pflanzen zu verfüttern.
- Proteinquellen: Gekochte Insekten (z.B. Mehlwürmer), Quark oder Joghurt in Maßen.
- Muschelkalk oder Austernschalen: Sollten immer separat zur freien Aufnahme angeboten werden, um den Kalziumbedarf zu decken, besonders wenn du kein Alleinfutter mit ausreichend Kalzium fütterst.
Es ist wichtig, dass Ergänzungen nicht mehr als 10-15% der Tagesration ausmachen, damit die Hauptnährstoffe aus dem Alleinfutter optimal aufgenommen werden können.
| Futterkomponente | Funktion für Legehennen | Beispiele für Quellen | Wichtigkeit für Legeleistung |
|---|---|---|---|
| Proteine | Aufbau von Eiklar und Eidotter, Körperfunktionen | Sojamehl, Fischmehl, Erbsen | Sehr hoch; Mangel führt zu reduzierter Legeleistung und schlechter Eiqualität. |
| Energie (Kohlenhydrate & Fette) | Bereitstellung von Energie für Eibildung und Stoffwechsel | Mais, Weizen, Gerste, Pflanzenöle | Hoch; zu wenig Energie schwächt die Legeleistung, zu viel führt zu Mast. |
| Kalzium | Bildung der Eierschale | Gemahlener Muschelkalk, Austernschalen, Calciumcarbonat | Extrem hoch; essentiell für stabile Eierschalen. Mangel führt zu dünnen/keinen Schalen. |
| Phosphor | Knochenstoffwechsel, Eibildung | Dicalciumphosphat, pflanzliche Futtermittel | Hoch; wichtig im richtigen Verhältnis zu Kalzium. |
| Vitamine (A, D3, E, B-Vitamine) | Stoffwechselfunktionen, Immunabwehr, Kalziumverwertung | Synthetische Vitaminvormischungen, Getreide, Grüngut | Hoch; beeinflussen indirekt Legeleistung und Gesundheit. |
| Spurenelemente (Selen, Zink, Mangan) | Enzyme, Immunfunktion, Fruchtbarkeit | Mineralstoffvormischungen | Mittel bis hoch; wichtig für die allgemeine Gesundheit und reproduktive Leistung. |
Fütterungsempfehlungen je nach Legephase
Der Nährstoffbedarf von Legehennen ändert sich im Laufe ihres Lebens:
- Aufzuchtphase (bis ca. 6 Wochen): Hier steht das Wachstum im Vordergrund. Das Futter ist proteinreicher und energieärmer.
- Junghennenphase (ca. 6-18 Wochen): Hier entwickelt sich der Organismus. Das Futter ist auf ein gesundes Knochenwachstum und die Entwicklung der Legeorgane ausgerichtet. Der Protein- und Kalziumgehalt steigt allmählich an.
- Legephase (ab ca. 18 Wochen): Der Bedarf an Energie, Protein und Kalzium ist am höchsten. Spezialisierte Legemehle sind hier die beste Wahl.
- Mauser: Während der Mauser sinkt die Legeleistung. Der Körper benötigt aber vermehrt Protein für die Neubildung des Gefieders. Eine angepasste Fütterung kann die Dauer der Mauser verkürzen.
Beachte, dass Rasse und Haltungsbedingungen (Freilandhaltung vs. Stallhaltung) ebenfalls den Futterbedarf beeinflussen können.
Häufige Probleme und deren Ursachen in der Fütterung
Obwohl das richtige Futter entscheidend ist, können verschiedene Probleme auftreten:
- Dünne Eierschalen: Oft ein Zeichen für Kalziummangel, aber auch ein Mangel an Vitamin D3 oder ein ungünstiges Kalzium-Phosphor-Verhältnis kann die Ursache sein. Auch Stress und hohe Temperaturen können die Schalenqualität beeinträchtigen.
- Geringe Legeleistung: Kann auf Nährstoffmängel (insbesondere Protein und Energie), Krankheiten, Stress, ungünstige Umweltbedingungen (Licht, Temperatur) oder das Alter der Tiere zurückzuführen sein.
- Fressunlust: Kann durch verdorbenes Futter, Krankheiten oder zu viele Leckereien verursacht werden.
- Verdauungsprobleme: Ein Ungleichgewicht der Darmflora oder schwer verdauliche Futtermittel können zu Durchfall oder Verstopfung führen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Welches Hühnerfutter fördert die Legeleistung?
Kann ich meinen Hühnern einfach Brot und Küchenreste füttern, um die Legeleistung zu steigern?
Nur Küchenreste zu füttern ist nicht ratsam, um die Legeleistung zu optimieren. Während bestimmte Reste (wie gekochte Kartoffeln oder Karotten) in Maßen ergänzend gefüttert werden können, decken sie bei weitem nicht den spezifischen Nährstoffbedarf von Legehennen. Brot hat wenig Nährwert und kann die Verdauung stören. Für eine hohe und konstante Legeleistung ist ein ausgewogenes Alleinfutter unerlässlich, das alle notwendigen Proteine, Energie, Vitamine und Mineralstoffe in der richtigen Konzentration liefert.
Wie erkenne ich, ob meine Hennen genug Kalzium bekommen?
Das offensichtlichste Zeichen für Kalziummangel sind dünne, brüchige oder gar keine Eierschalen. Wenn du häufig Eier mit schlechter Schalenqualität findest, ist dies ein starker Indikator dafür, dass die Kalziumzufuhr nicht ausreicht. Stelle sicher, dass immer frei zugänglicher Muschelkalk oder Austernschalen zur Verfügung stehen, und überprüfe, ob dein Hauptfutter genügend Kalzium enthält.
Ist es besser, Legemehl oder Pellets zu füttern?
Sowohl Legemehl als auch Pellets sind für Legehennen geeignet, und die Wahl hängt oft von persönlichen Vorlieben und der Akzeptanz durch die Tiere ab. Pellets haben den Vorteil, dass sie selektives Picken verhindern, wodurch sichergestellt wird, dass jede Henne die volle Nährstoffzusammensetzung aufnimmt. Legemehl hingegen kann das natürliche Pickverhalten der Hühner besser fördern.
Wie viel Futter benötigt eine Legehenne pro Tag?
Eine durchschnittliche Legehenne benötigt je nach Rasse, Größe, Legeintensität und Umgebungstemperatur etwa 100 bis 130 Gramm Futter pro Tag. Bei sehr warmem Wetter oder hoher Legeleistung kann der Bedarf leicht steigen.
Kann ich mit selbstgemischtem Futter die gleiche Legeleistung erzielen wie mit kommerziellem Futter?
Ja, das ist theoretisch möglich, erfordert aber sehr genaues Wissen über die Nährstoffbedürfnisse von Legehennen und die Zusammensetzung der einzelnen Futtermittel. Du musst die Mengen an Protein, Energie, Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen präzise berechnen und sicherstellen, dass alle Zutaten von guter Qualität sind. Ein Fehler in der Mischung kann schnell zu Mangelerscheinungen oder Überversorgung führen, was sich negativ auf die Legeleistung auswirkt.
Wann sollte ich auf ein spezielles Lege-Futter umstellen?
Die Umstellung auf ein spezielles Legefutter sollte erfolgen, wenn deine Hennen beginnen, ihr erstes Ei zu legen, was in der Regel im Alter von etwa 18 bis 20 Wochen der Fall ist. Von diesem Zeitpunkt an haben sie einen erhöhten Bedarf an Energie, Protein und Kalzium, den das Legefutter speziell deckt.
Sind Naturprodukte wie Kräuter gut für die Legeleistung?
Einige Kräuter können positive Effekte auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Hühnern haben und indirekt die Legeleistung unterstützen, indem sie zum Beispiel verdauungsfördernd wirken. Beispiele sind Oregano, Thymian oder Petersilie. Sie sollten jedoch als Ergänzung und nicht als Hauptnährstoffquelle betrachtet werden und den Bedarf an Grundnährstoffen nicht verdrängen.